12. Int. Deutsche Meisterschaft der U22 m/w

04. Nov 2019
Vom 30.10. bis 02.11.2019 fanden die 12. Internationalen Deutschen Meisterschaften in Rostock statt. 87 Boxerinnen und Boxer kämpften in insgesamt 106 Begegnungen um die Medaillen und Titel. Auch der Box-Club und Bundesstützunkt Frankfurt (Oder) war mit 4 Athleten vertreten und mischte dabei ordentlich mit.

Für den Stützpunkt Frankfurt am Start:

bis 75 kg männlich: Vezir Agirman
bis 51 kg weiblich: Maxi Klötzer
bis 57 kg weiblich: Elisa Rohde
bis 69 kg weiblich: Alina Popp

Agirman boxte im stark umkämpften Mittelgewicht, das mit insgesamt 10 Boxern besetzt war. Aufgrund eines Freiloses stand er sofort im Viertelfinale, wo er auf Abdul Boni vom Landesverband Hessen traf. Agirman ließ ihm keine Chance, dominierte das Gefecht von der ersten Runde an und konnte somit einen einstimmigen Punktsieg einfahren. Im Halbfinale trag Agirman auf Serhat Parlak aus Nordrhein-Westfalen. Ihm musste er sich nach einem hart umkämpften Gefecht mit 4:1 WP geschlagen geben. Ein Punktrichter wertete den Kampf sogar für Agirman, was unterstreicht, wie eng der Kampf war. Somit blieb es am Ende bei Bronze für den Mann aus Frankfurt. Parlak setzte sich im Finale souverän gegen Malik Karadag aus Baden Württemberg durch und wurde internationaler Deutscher Meister.

Im Fliegengewicht der Frauen war quantitativ nicht ganz so viel los. Insgesamt drei Frauen kämpften hier um den Titel. Eine davon unsere Maxi Klötzer. Im Halbfinale traf sie auf Karolina Delmaczynska von Landesverband Hessen. Maxi machte von Anfang an Druck auf ihre Kontrahenten, ließ ihr keine Chance und wurde zunehmend überlegener. Bereits in der zweiten Runde musste der Kampfrichter das ungleich gewordene Gefecht abbrechen. Somit stand Maxi im Finale, wo Estella Werner aus Sachsen-Anhalt auf sie wartete. Auch hier trat Maxi souverän und überlegen auf, konnte ihre bexerische Klasse demonstrieren. Am Ende gab es an dem einstimmigen Punktsieg keinen Zweifel. Gold für Maxi Klötzer!

Maxi Klötzer, Goldmedaille bis 51 kg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Federgewicht der Frauen ging Elisa Rohde an den Start. Mit vier weiteren Frauen hatte sie sich zu duellieren, um an Edelmetall zu kommen. Im Viertelfinal wartete Anastasia Radunski aus Bayern, alle anderen Frauen standen aufgrund eines Freiloses sofort im Halbfinale. Mit Klasse und Raffinesse punktete Elisa ihre Kontrahentin aus, fuhr einen einstimmigen Punktsieg ein und stand somit im Halbfinale. Dort wollte Leonie Colman aus Nordrhein-Westfalen sie stoppen. Auch sie musste sich der starken Frankfurterin geschlagen geben. 5:0 werteten die Punktrichter den Kampf für Elisa Rohde, die nun im Finale nach Gold greifen wollte. Elisa griff nicht nur nach Gold, sie riss es überlegen an sich. Auch die Sächsin Henriette Stolpe konnte sie nicht mehr aufhalten. Weiterer 5:0 Sieg für Elisa und somit Gold für den Landesverband Brandenburg!

Elisa Rohde, Goldmedaille bis 57 kg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lediglich zwei Teilnehmerinnen waren im Weltergewicht der Frauen vertreten. Somit ging es in ihrem ersten Kampf bei den diesjährigen Titelkämpfen gleich um Gold für Alina Popp. Und dass sie nicht ohne Gold nach Hause fahren wollte bewies Alina mit dem ersten Gongschlag. Sie war Stefania Tse aus Nordrhein-Westfalen von der ersten Sekunde an überlegen. Dominierte den Kampf bis zur letzten Runde und fuhr einen einstimmigen Punktsieg ein. Drittes Gold für das Frankfurter Trio um Trainer René Benirschke.

Alina Popp, Goldmedaille bis 69 kg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt dreimal Gold und einmal Bronze für den Frankfurter Stützpunkt. Insbesondere die tatsache, dass alle drei Frauen erst 19 Jahre jung sind, lässt auf eine erfolgreiche Zukunft für den Frankfurter (Frauen)Boxsport hoffen. Alle drei haben Olympia 2024 fest im Blick. Trainer René Benirschke lobte nicht nur die Titel, sondern vor allem wie die Titel gewonnen wurden: „Mit Klasse und absoluter Überlegenheit“.
Für Mittelgewichtler Vezir Agirman wäre mehr drin gewesen. Dennoch konnte auch er beweisen wie dicht er dran ist an der nationalen Spitze in dieser Altersklasse.